Hey, Arschloch …

Hey Phil

In meinem Brief von gestern wollte ich mich ja eigentlich bei dir bedanken. Aber, ey, zuerst mal muss ich meinen Kropf leeren, Arschloch.

Da sind so viele Sachen, die du in meinem Leben verschissen hast. Angefangen mit meinen Spielsachen, die du immer kaputt gemacht hast, kaum hab ich sie bekommen.

Was zu Teufel lief falsch mit dir? Kannst du dich noch an die Matchbox-Autos erinnern? Und daran, dass du es für eine gute Idee hieltest, sie mit Benzin und Feuerwerk in die Luft zu jagen? War ja nicht so, dass ich jede Wochen neues Spielzeug bekam …

Aber das war eigentlich nur Pipifax. Wirklich abgefuckt hast du alle meine Freundschaften und Beziehungen. Ok, ich muss zugeben, dass du mich oft vor Menschen beschützt hast, die mir Angst machten. Erwachsene und Kinder. Dafür, ok, danke ich dir.

Aber dann liefst du irgendwie aus dem Ruder. Du hast dich immer zwischen mich und Menschen gedrängt, mit denen ich eine Freundschaft oder eine Beziehung hätte eingehen können. Natürlich hatte meine Mutter auch ihren Anteil an meinem sozialen Manko. Aber die Hauptschuld geb ich dir.

Jedesmal hast du und deine grosse Klappe, deine Eifersucht, bewirkt, dass wir wieder isoliert wurden. Immer nur du und ich. Für dich war das kein Problem. Aber ich hab darunter gelitten. Vorallem, nachdem Urs den Löffel abgegeben hatte. Erstaunlicherweise hast du den zugelassen. Er war aber wohl auch eher dein bester Freund als meiner.

Ich staune auch noch heute, wie du es geschafft hast, Menschen gleichzeitig an uns zu binden und sie in der gleichen Minute zu betrügen, auszunutzen und zu ignorieren.

Kannst du dich an meine Liebesbeziehungen erinnern? Nicht so richtig, nicht wahr? Du hast es jedesmal geschafft, mich in Schwierigkeiten zu bringen. Du warst dabei, wenns gut lief, dann hast du irgendwelche Scheisse gebaut, und ich musste das dann meiner Partnerin erklären. Ja, zum Beispiel, als ich am Tag vor unseren ersten Ferien im Knast landete und meine Freundin mich auslösen musste, damit ich mitfahren konnte.

Ok, genug für heute, sonst reg ich mich nur wieder auf. Und ich will ja eigentlich endlich Frieden mit dir schliessen.

Also, bis morgen, mein liebster Feind. Dir wird ja nicht langweilig, da bei den Toten.

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